Die Grafschaft Hoya

Die Stadt Hoya wird erstmals geschichtlich im Jahre 1150 unter dem Namen „als an der Weser gelegenes hoger“ erwähnt. Dieser leitet sich ab aus dem Altniederdeutschen „Hoch“ ab, was jedoch nichts mit der Lage der Stadt an sich zu tun hatte.

Geschichte Hoya
Seit dem 12. Jahrhundert ist die Stadt Hoya urkundlich belegt. In diesem Jahrhundert regierten hier die Grafen zu Hoya, dessen Adelsgeschlecht sich auf die Grafen von Stumpenhausen zurück verfolgen lässt. Die Burg zu Hoya, die bis zur Teilung der Grafschaft in Nieder- und Obergrafschaft, die Hauptresidenz war, musste sich diese nach der Teilung mit der Burg in Nienburg an der Weser teilen. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts starb das Adelsgeschlecht der Grafen zu Hoya aus, was zu einer erneuten Vereinigungen der beiden Grafschaften führte. Aber schon kurz danach starb auch die Nienburger Linie komplett aus. Dies hatte zur folge, das aufgrund eines Lehns- und Erbvertrages die Welfen fortan das Sagen hatten.. Die Grafschaft Hoya wurde hier größtenteils auf das Fürstentum Lüneburg mit der Residenz Celle übertragen. Nach dem Tod des „Heideherzogs“ König Wilhelm im Jahre 1705 wurden die Grafschaften Lüneburg und Hoya an das Herzogtum zu Hannover übertragen. Eine große Unabhängigkeit erfuhr Hoya als sie 1929 die Stadtrechte verliehen bekommen hat. Die Samtgemeinde mitsamt ihrer Mitgliedsgemeinden (Flecken Bücken, Hoyerhagen, Hilgermissen, Wape und Schweringen) unter der Verwendung Grafschaft Hoya sind seit 1977 ein Teil des Landkreises Nienburg.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke in Hoya
Das Schloss zu Hoya wurde fast komplett wiederhergestellt und weist nur noch eine geringe Menge der Bausubstanz von früher auf. Heute dient es als Unterkunft einer Zweigstelle des Amtsgerichtes Nienburg. Größere Reste gotischer Bauweise weist hingeben die ehemalige Pfarrkirche St. Martinus auf. Dies lässt sich gut an einem Backsteinchor mit mittelhochdeutscher Inschrift erkennen. Zurückzuführen sind diese Bauten auf das 18. und 19. Jahrhundert. Tolle Fachwerkbauten aus dem 17. – 19. Jahrhundert stehen auch heute noch im Ortskern. Sie verleihen diesen einen idyllischen und leicht mittelalterlichen Touch, der vor allem viele Touristen anlockt. Historische Denkmäler, wie zum Beispiel einen Findling, der an die Schlacht von Langensalza 1866 erinnert, kann man im Bürgerpark bestaunen. Viele nicht alltägliche Bäume und Blumen wurden hier gepflanzt. Der liebevoll angelegte Park trägt maßgeblich zur Entspannung und Erholung der Besucher bei. Sehr stolz sind die Einwohner von Hoya auch auf Ihr Stadtbild, in dem mehrere Materialien verarbeitet worden sind. Es wurden Kupfer, Messing, Sandstein, Holz, Edelstahl und Kunststoff verwendet.

Tourismus und Freizeit
Seine Freizeit kann man in Hoya vielseitig gestalten. Egal ob man als Gast beim Segelfliegen sich das idyllische Städtchen mal von oben anschauen möchte, oder sich beim Nordic Walking durch die umliegenden Wälder erholen möchte. Das Angebot ist breit gefächert. Sommer wie Winter bieten das Hallenbad oder das Freizeitbad mit angrenzendem Minigolfplatz viel Möglichkeiten sich fit zu halten oder einfach nur zu entspannen. Bei einem Besuch in Hoya sollte man sich eine Schifffahrt auf der Weser nicht entgehen lassen. Einfach mal die Füße baumeln lassen und die Eindrücke der Schifffahrt durch die malerische Landschaft genießen – die ideale Art sich zu erholen.